EU startet Polizeiberater-Einsatz in Zentralafrikanischer Republik

30.07.2020 16:52

Brüssel (dpa) - Die EU baut ihre Unterstützung für die vom
Bürgerkrieg erschütterte Zentralafrikanische Republik weiter aus. In
Ergänzung zu der seit 2016 laufenden Ausbildungsmission für die
Streitkräfte des Landes beginnt nun am 9. August auch ein
Berater-Einsatz für die zivilen Sicherheitskräfte. Ziel sei es, die
lokalen Behörden in die Lage zu versetzen, die derzeitigen
Sicherheitsherausforderungen im Land besser zu bewältigen, teilte der
Rat der EU am Donnerstag mit.

Die Zentralafrikanische Republik zählt trotz großer
Diamantenvorkommen zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein Großteil der

Bevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, viele
Menschen sind zudem auf der Flucht.

In dem Krisenland war 2013 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich
Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit
gegenüberstanden. Erst eine französischen Militärintervention und
später eine UN-Friedensmission stabilisierte die Lage langsam.

Mit dem militärischen Ausbildungseinsatz ist die EU bereits seit 2016
in der Zentralafrikanische Republik aktiv. An ihm waren zuletzt etwa
180 Soldaten aus Ländern wie Frankreich, Polen, Spanien und Schweden
beteiligt. Die Bundeswehr ist bislang nicht mit dabei.



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