Peking «tief besorgt» über Sanktionen der EU gegen Hacker aus China

31.07.2020 10:50

Peking (dpa) - Die chinesische Regierung hat sich «tief besorgt» über

die geplanten Sanktionen der Europäische Union gegen mehrere Hacker
aus China gezeigt. Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte am Freitag vor
der Presse in Peking, die Entwicklung werde genau verfolgt. Die
Nachverfolgung von Cyber-Angriffen sei hoch komplex und heikel. Auch
habe die EU selber gesagt, die Maßnahmen zielten nicht auf ein
bestimmtes Land. China hoffe, dass die EU und ihre Mitglieder «nicht
zu strafenden oder konfrontativen Maßnahmen greifen». China sei
selbst eines der Opfer von Cyber-Attacken.

Die EU hatte am Vortag erstmals Sanktionen gegen mehrere Hacker aus
China und Russland verhängt. Insgesamt wurden Strafmaßnahmen gegen
sechs Einzelpersonen erlassen. Hinzu kommen Sanktionen gegen zwei
Unternehmen aus China und Nordkorea sowie gegen ein russisches
Geheimdienstzentrum. Die Strafmaßnahmen sehen vor, dass die EU nun
Vermögenswerte einfrieren kann. Zudem gelten EU-Einreiseverbote.
Genannt wurden zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen
Hackergruppe APT10. Sie sollen bei einer Aktion mit dem Namen «Cloud
Hopper» IT-Dienstleister weltweit angegriffen haben.



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