Von der Leyen verlangt Ende der Diskriminierung von Roma

31.07.2020 13:39

Brüssel (dpa) - Vor dem Holocaust-Gedenktag für die Roma hat die
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen alle EU-Staaten
aufgefordert, die Minderheit vor Diskriminierung und Rassismus zu
schützen. «Wir müssen dem Antiziganismus mit Offenheit und Akzeptanz,

den Hassreden und Hassverbrechen mit Toleranz und Achtung der
Menschenwürde und Mobbing mit Aufklärung über den Holocaust
begegnen», erklärte von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Der Gedenktag für etwa 500 000 von deutschen Nationalsozialisten
ermordete Sinti und Roma ist der 2. August, also Sonntag. «Die
Erinnerung an ihre Verfolgung führt uns die Notwendigkeit vor Augen,
die Herausforderungen anzugehen, mit denen sie auch heute noch
konfrontiert sind und die allzu oft übersehen werden», betonte von
der Leyen. Alle 27 EU-Staaten müssten sich dazu verpflichten, soziale
Gerechtigkeit und Gleichheit in jeder Hinsicht zu erreichen. Von der
Leyen gab die Erklärung zusammen mit ihren zuständigen Kommissarinnen
Vera Jourova und Helena Dalli ab.

Auch der UN-Berichterstatter für Minderheiten hatte zuletzt gewarnt,
dass die Volksgruppe der Roma seit einigen Jahren immer stärker
eingeschüchtert und angegriffen werde. Im Zusammenhang mit der
Coronavirus-Pandemie seien etwa auf sozialen Medien falsche Gerüchte
mit rassistischen Untertönen gegen Roma verbreitet worden, berichtete
Fernand de Varennes am Donnerstag in Genf.



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