Euro stabilisiert sich nach Verlusten

12.01.2021 17:14

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat sich am Dienstag nach einer
knappen Woche mit überwiegenden Kursverlusten stabilisiert. Am späten
Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2160 US-Dollar und
damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank
(EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2161 (Montag: 1,2163) Dollar
fest. Der Dollar kostete damit 0,8223 (0,8222) Euro.

An den vergangenen Handelstagen hatte der Euro dagegen meist unter
Druck gestanden. Seit etwa Mitte vergangener Woche betragen die
Kursverluste rund zwei US-Cent. Auslöser der Entwicklung sind
steigende Kapitalmarktzinsen in den USA, von denen der Dollar
profitiert. Hintergrund ist die absehbare Finanzpolitik des
designierten US-Präsidenten Joe Biden. Von diesem werden zusätzliche
Staatsausgaben zur Überwindung der Corona-Krise erwartet. Das treibt
die Wachstums- und Inflationserwartungen, was wiederum die Zinsen und
damit den Dollar steigen lässt.

In den Wochen vor dem Jahreswechsel hatte dagegen der amerikanische
Dollar erheblich unter Druck gestanden. Grund hierfür waren die
Erfolge in der Forschung nach Corona-Impfstoffen. Die damit
einhergehende steigende Risikofreude trieb die Anleger aus der
Weltreservewährung Dollar. Diese Bewegung kehrt sich aktuell ein
Stück weit um, wobei die angespannte Corona-Lage mit vielen
Neuinfektionen dem «sicheren Hafen» Dollar tendenziell zugute kommt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89440 (0,90235) britische Pfund, 126,74 (126,76)
japanische Yen und 1,0812 (1,0838) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London ähnlich wie
am Vortag mit 1845 Dollar gehandelt.



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