Abkommen: China will Fränkischen Wein und Münchner Bier schützen

14.09.2020 11:18

Peking (dpa) - Die EU und China haben ein Abkommen zum gegenseitigen
Schutz geografischer Angaben bei Lebensmitteln unterzeichnet.
Fränkische Weine, Münchner Bier, Champagner, Feta-Käse oder auch
Parmaschinken gehören zu 100 europäischen Produkten, die künftig in
China vor unerlaubter Nachahmung geschützt sind, wie die
EU-Kommission am Montag nach der Unterzeichnung in Peking anlässlich
des virtuellen EU-China-Gipfels mitteilte. Umgekehrt werden auch die
geografischen Angaben von 100 chinesischen Produkten wie Pu'er Tee,
Moutai Schnaps oder Panjin Reis in der EU geschützt.

Das Abkommen werde die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China
stärken, sagte der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche
Entwicklung, Janusz Wojciechowski. «Die europäischen Erzeugnisse mit
geografischer Angabe sind bekannt für ihre Qualität und Vielfalt»,
sagte Wojciechowski. «Es ist wichtig, dass sie auf EU- und auf
internationaler Ebene geschützt werden, damit ihre Echtheit
gewährleistet ist und ihr Ansehen erhalten bleibt.»

China war im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 14,5 Milliarden
Euro der drittgrößte Absatzmarkt für Agrarerzeugnisse und
Lebensmittel aus der EU. Das bevölkerungsreichste Land ist ferner der
zweitwichtigste Absatzmarkt für EU-Ausfuhren von Produkten mit
geschützter geografischer Angabe wie Wein, Agrar- und
Lebensmittelerzeugnissen sowie Spirituosen.

Das Abkommen wurde knapp zwei Jahre nach der Einigung in den
Verhandlungen im November 2019 unterzeichnet. Nach der Zustimmung
durch das Europäische Parlament soll es vom Rat angenommen werden und
Anfang 2021 in Kraft treten können.



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