Grütters sieht Kultur in Europa vor «größter Herausforderung»

14.09.2020 15:21

Berlin (dpa) - Die Corona-Krise setzt die europäische Kulturszene aus
Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters besonders unter
Druck. «In der Kultur schlägt das Herz Europas. Der gesamte
Kulturbereich in Europa - und damit auch Europa selbst - stehen vor
der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte», sagte die
CDU-Politikerin laut Mitteilung am Montag in Berlin während eines
Treffens der EU-Kulturminister im Rahmen der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft.

Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Unternehmen der
Kulturwirtschaft seien nicht nur diejenigen, die durch das notwendige
Herunterfahren des öffentlichen Lebens besonders hart betroffen
seien. «Sie sind auch diejenigen, die besonders langfristig betroffen
sind. Der Kultur- und Kreativsektor braucht deshalb unsere
konzertierte Unterstützung.»

«Wir sind uns einig darin, dass der Kultur- und Kreativsektor bei den
europäischen Aufbauhilfen angemessen berücksichtigt werden muss»,
sagte Grütters. Zudem seien «Pandemie-Regelungen mit Augenmaß»
notwendig, um die Kultur in Europa am Leben zu erhalten.
Gesundheitsschutz habe immer Vorrang, «allerdings gibt es inzwischen
aus ganz Europa eine Reihe von Beispielen, die uns zeigen, dass eine
Rückkehr zur lebendigen kulturellen Teilhabe auch in Zeiten der
Pandemie möglich ist».

Die in Berlin besprochenen Ansätze sollen nun auf Fachebene weiter
vertieft werden. Zudem ist eine weitere Sitzung der
EU-Kulturministerinnen und -minister am 1. Dezember in Brüssel
geplant.



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