Corona-Unsicherheit drückt Eurokurs unter 1,17 US-Dollar

15.10.2020 16:58

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag angesichts der
hohen Verunsicherung durch die Corona-Krise nachgegeben. Am
Nachmittag sank der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1689
US-Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit zwei Wochen. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1698
(Mittwoch: 1,1750) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8549
(0,8511) Euro.

Die sich zuspitzende Corona-Lage in Europa verunsichert die Anleger
und belastet den Euro. Nicht nur in Deutschland wurden die Maßnahmen
angesichts steigender Neuinfektionen verschärft.

Das britische Pfund geriet hingegen gegenüber Dollar und Euro unter
Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen beraten am
Donnerstag und Freitag, wie ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten
Königreich doch noch vor Jahresende gelingen könnte. Während die
Europäische Union (EU) Geschlossenheit demonstriert und zu weiteren
Verhandlungen bereit ist, läuft die von Premierminister Boris Johnson
gesetzte Frist zur Einigung am Donnerstag aus. Nach einem Telefonat
mit den EU-Spitzen behielt er sich einen Abbruch der Verhandlungen
vor, erklärte aber, er warte zunächst den Gipfel ab.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90535 (0,90395) britische Pfund, 123,15 (123,70)
japanische Yen und 1,0697 (1,0738) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1894
Dollar gehandelt. Das sind rund 7 Dollar weniger als am Vortag.



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