Britischer Regierungssprecher: Verhandlung nur mit Zugeständnissen

16.10.2020 16:08

Brüssel/London (dpa) - Die britische Regierung hat sich skeptisch zu
weiteren Verhandlungen mit der EU über einen Handelspakt gezeigt. Es
mache nur Sinn, dass Chef-Unterhändler Michel Barnier nach London
komme, wenn die EU bereit sei, intensiv über den Rechtstext zu
sprechen und nicht nur Großbritannien Zugeständnisse abzuverlangen,
sagte ein Regierungssprecher am Freitag nach Berichten der britischen
Nachrichtenagentur PA. «Andernfalls macht es keinen Sinn, zu kommen.»

Der britische Premier Boris Johnson hatte zuvor sein Land darauf
eingeschworen, sich auf einen harten Bruch mit der EU vorzubereiten.
Eine Einigung könne nur zustande kommen, wenn die EU sich bewege und
auch auf London zukomme. Die Signale der Staats- und Regierungschefs
auf dem EU-Gipfel hätten «nicht sehr ermutigend» geklungen.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte nach Johnsons Ansage
dennoch angekündigt, die Verhandlungen über einen Handelspakt in der
kommenden Woche in London fortsetzen zu wollen.



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