Neuzulassungen auf EU-Automarkt wieder auf dem Rückzug

18.11.2020 08:03

Brüssel (dpa) - Nach nur einem Monat mit einem Neuzulassungsplus ist
auf dem EU-Automarkt schon wieder Schluss mit Aufschwung. Im Oktober
ist die Zahl der neu registrierten Fahrzeuge zum neunten Mal im
laufenden Jahr zurückgegangen. So wurden mit rund 953 600 Wagen 7,8
Prozent weniger neue Autos als im Vorjahresmonat angemeldet, wie der
europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte.
Der September bleibt im Jahr der Corona-Krise damit der bislang
einzige Monat in diesem Jahr mit einem Anstieg. Nach zehn Monaten
liegt die Zahl der Neuzulassungen insgesamt mit 8,01 Millionen um
26,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auch die deutschen Autobauer hatten mitsamt ihrem Branchenverband VDA
zuletzt angesichts steigender Infektionszahlen bereits wieder über
eine abflauende Nachfrage von Firmen und Verbrauchern berichtet. Von
den wichtigsten Märkten traf es am stärksten Spanien, wo das Minus im
Oktober bei 21 Prozent lag. Auch in Frankreich (-9,5 Prozent) und
Deutschland (-3,6 Prozent) ging es spürbar abwärts, in Italien fiel
das Minus mit 0,2 Prozent dagegen mild aus.

Von den Marken des VW-Konzerns wurden in der Europäischen Union im
Oktober gut neun Prozent weniger Autos neu zugelassen. Bei BMW sah es
mit minus 13,5 Prozent noch etwas mauer aus, besser kam Daimler weg
mit einem Rückgang von gut 8 Prozent. Die Opel-Mutter PSA verkaufte
6,6 Prozent weniger Fahrzeuge und schnitt damit schlechter ab als die
Tochter Opel/Vauxhall, deren Neuzulassungen um 0,8 Prozent fielen.

Unter den größeren Autokonzernen verzeichnete nur Fiat Chrysler ein
einigermaßen deutliches Plus von 3,9 Prozent, Renault lag mit 0,2
Prozent nur knapp in der Pluszone.



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