EU-Kommission setzt im Kampf gegen Corona auf Antigen-Schnelltests

18.11.2020 13:32

Brüssel (dpa) - Die schnellen Antigen-Tests auf das Coronavirus
können nach Ansicht der EU-Kommission einen erheblichen Anteil zur
Eindämmung der Pandemie beitragen. Das Testen sei ein entscheidendes
Werkzeug im Kampf gegen das Virus, sagte EU-Gesundheitskommissarin
Stella Kyriakides in Brüssel. Deshalb stellte die Brüsseler Behörde
am Mittwoch unverbindliche Empfehlungen für den Gebrauch der
Antigen-Tests vor, über die die EU-Staats- und Regierungschefs am
Donnerstag während einer Videokonferenz beraten könnten. 

Antigen-Tests reagieren zwar weniger empfindlich auf das Coronavirus
als sogenannte PCR-Tests, liefern aber deutlich schneller ein
Ergebnis. 

Der EU-Kommission zufolge sollten sie in Situationen benutzt werden,
in denen das schnelle Erkennen Infizierter bei der Bewältigung eines
Ausbruchs helfe oder eine regelmäßige Kontrolle von Hochrisikogruppen

nötig sei - etwa von medizinischem Personal oder Pflegekräften in
Altersheimen. Um die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren,
Infektionen zu entdecken und Quarantäne-Maßnahmen zu begrenzen,
sollten die EU-Staaten zusätzlich zu PCR-Tests die schnellen
Antigen-Tests nutzen, hieß es.

Demnach könnten die Tests auch zum grenzüberschreitenden Verkehr und
zum reibungslosen Funktionieren des Binnenmarkts beitragen. Dazu
müssten die EU-Staaten die Tests aber gegenseitig anerkennen.
Diese sollten von befugten Testeinrichtungen durchgeführt werden.

Um weitere Test-Kapazitäten zu schaffen, unterstützt die
EU-Kommission die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
mit 35,5 Millionen Euro, wie es hieß. Dies solle die Ausbildung von
Personal und die nötige Anschaffung von Ausrüstung ermöglichen.



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