Von der Leyen verteidigt EU-Impfstrategie

08.01.2021 10:59

Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat
die europäische Corona-Impfstrategie verteidigt. Kritik am
schleppenden Impfstart in vielen EU-Staaten vermied die deutsche
Politikerin am Freitag in Brüssel jedoch. «Ich bin der tiefen
Überzeugung, dass dieser europäische Weg richtig ist und ich glaube,
in der Rückschau wird sich das auch beweisen.»

Sie sei sehr beruhigt zu sehen, dass jedes EU-Land sein Bestes gebe,
um die Impfungen so schnell wie möglich umzusetzen. Es sei
beeindruckend, wie schnell sich die Länder den Gegebenheiten
angepasst hätten. Die Organisation der Massenimpfungen sei eine
«logistische Herausforderung». Es sei von vorneherein klar gewesen,
dass man nicht «auf einen Schlag» alle impfen könne.

Wenn man eines Tages zurückschaue, werde man sehen, dass es zu Beginn
etwas holprig war. «Das ist immer so bei solchen großen
Veränderungen, die man angeht. Aber in der Rückschau bin ich der
festen Überzeugung, dass man sehen wird, dass hier viel geleistet
worden ist in den Mitgliedstaaten, die Impfungen tatsächlich auch auf
den Weg zu bringen.» Die Anzahl der Impfungen müsse jedoch «zügig
»
angehoben werden.

Von der Leyen betonte zudem, dass alle Entscheidungen über
Impfstoff-Einkäufe gemeinsam mit den EU-Staaten getroffen würden.
Zuletzt hatten auch deutsche Politiker kritisiert, dass in Europa
nicht genug Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung stehe.

Am Freitag hatte von der Leyen bekanntgegeben, dass die EU sich bis
zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma
Biontech und ihres US-Partners Pfizer gesichert habe. 75 Millionen
Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung
stehen.



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