EU-Kommission schließt Vorgespräche über Valneva-Impfstoff ab

12.01.2021 13:19

Brüssel (dpa) - Die EU will sich bis zu 60 Millionen Dosen eines
weiteren Corona-Impfstoffs sichern. Man habe die Sondierungsgespräche
mit dem französischen Biotech-Unternehmen Valneva abgeschlossen,
teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Der geplante Vertrag
erlaube den Kauf von 30 Millionen Dosen mit der Option auf noch
einmal so viele. «Damit können wir unsere Chancen maximieren, dass
wir für alle Bürgerinnen und Bürger bis Ende 2021 einen Zugang zu
sicheren und wirksamen Impfungen gewährleisten können», sagte
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Schon jetzt hat die EU-Kommission im Namen der 27 Staaten Verträge
mit sechs Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3
Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert. Mitte Dezember
wurden außerdem Sondierungsgespräche mit dem US-Unternehmen Novavax
über bis zu 200 Millionen weitere Dosen abgeschlossen. Bislang sind
zwei Impfstoffe in der EU zugelassen.

Nach Angaben der EU-Kommission entwickelt Valneva einen Impfstoff mit
inaktivierten Viren. Dies sei eine «klassische, seit 60 bis 70 Jahren
eingesetzte Impftechnologie mit bewährten Verfahren und sehr hoher
Sicherheit», die bei den «meisten Influenza-Impfstoffen und vielen
Impfstoffen für Kinderkrankheiten» zum Einsatz komme. Es sei der
einzige Corona-Impfstoff auf Basis inaktivierter Viren, der derzeit
in Europa in klinischen Studien getestet werde.



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