EU-Plattform für Reisewege in Corona-Zeiten verzögert sich weiter

13.01.2021 13:34

Brüssel (dpa) - Eine EU-weite Lösung zur Nachverfolgung von
Reisebewegungen in der Corona-Krise lässt weiter auf sich warten.
Zwar arbeiten Italien, Spanien und die Slowakei gemeinsam mit einer
EU-Behörde an einer entsprechenden europäischen Plattform. Der für
Ende vergangenen Jahres erhoffte Start ist aber weiterhin nicht
absehbar. «Ziel ist es, dass sich so schnell und so viele
Mitgliedsstaaten wie möglich an dieser Plattform beteiligen und somit
sicheres Reisen in der ganzen Europäischen Union unterstützen»,
teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch mit.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) werde die Arbeit an
der Plattform abschließen und diese dann für alle Mitgliedsstaaten
öffnen. Bereits im Oktober hatte die Kommission ein Pilotprojekt für
ein digitales EU-Formular angekündigt. Im November hatte
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündet: «Unser Ziel

ist, dass die Aussteigerkarte bis Jahresende fertig sein wird.»

Damals hieß es, dass zwölf Mitgliedsstaaten «technisch dazu bereit
sind, sich anzuschließen». Nun heißt es, dass zwölf Mitgliedsstaate
n
bereits eigene Lösungen hätten. Auf die Frage, warum sich die
Einführung verzögert und wo die größten Schwierigkeiten liegen, gab

es keine klare Antwort.



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