Pfizer und Moderna erwarten Impfschutz auch gegen Virus-Varianten

13.01.2021 17:32

Brüssel (dpa) - Die Pharmafirmen Pfizer und Moderna zeigen sich
zuversichtlich, dass ihre Impfstoffe auch gegen die neuen britischen
und südafrikanischen Varianten des Coronavirus wirken. «Wir gehen
davon aus, dass wir geschützt sind», sagte Moderna-Manager Tal Zaks
am Mittwoch bei einer EU-Gesundheitskonferenz. Sollte es nötig
werden, könnte aber auch «binnen Wochen» eine neue Variante des
Impfstoffs entwickelt werden.

Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, man warte auf weitere
Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit des gemeinsam mit Biontech
entwickelten Impfstoffs gegen die Virusvarianten aus Großbritannien
und Südafrika. «Wenn Sie nach meiner Meinung fragen: Ich denke, dass
die Ergebnisse positiv sein werden», sagte Bourla in derselben
Veranstaltung der Europäischen Volkspartei.

Die beiden Varianten des neuartigen Coronavirus sind nach ersten
Erkenntnissen ansteckender als die ursprüngliche. In Großbritannien
hat dies zu einer neuen Pandemiewelle beigetragen. Die
Bundesregierung ist sehr besorgt und versucht, die Verbreitung der
Mutationen einzudämmen.

Die beiden Pharmamanager versprachen auch weitere Details zu ihren
Impfstoffen. So sagte Bourla, im Februar könnten Daten zu der Frage
vorliegen, ob der Biontech/Pfizer-Impfstoff neben der Erkrankung
Covid-19 auch die Übertragung des Virus verhindere. Zaks sagte, es
werde genau beobachtet, wie lang der Impfschutz anhält. «Es sollte
mindestens ein Jahr sein, vielleicht länger», sagte er.

Die beiden Firmen sind die ersten, die für ihre Corona-Impfstoffe
eine europäische Zulassung erhalten haben. Die Mittel werden
inzwischen in der EU gespritzt, auch in Deutschland.



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