EU will bei G7-Treffen halbe Milliarde Euro für Impf-Hilfe zusagen

19.02.2021 11:39

London/Brüssel (dpa) - Die Europäische Union will bei der
Videokonferenz der G7-Staaten weitere 500 Millionen Euro für die
Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zusagen. Wie die
Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr, sollen 300 Millionen
Euro davon als Zuschuss fließen. Die restlichen 200 Millionen Euro
würden als ein über den EU-Haushalt abgesicherter Kredit vergeben.

Zudem ist den Angaben zufolge geplant, 100 Millionen Euro zur
Unterstützung von Impfkampagnen in Afrika bereit zu stellen. Die 500
Millionen Euro sollen konkret der Initiative Covax zu Gute kommen,
die unter anderem eine faire Impfstoff-Verteilung gewährleisten will.

Mit den Ankündigungen, die von EU-Kommissionspräsidention Ursula von
der Leyen gemacht werden sollen, wird sich die über den EU-Haushalt
geleistete Unterstützung für Covax verdoppeln. Bislang waren 100
Millionen Euro an Zuschüssen und 400 Millionen Euro Kredite zugesagt
- zusätzlich zu Geldern direkt aus den EU-Staaten. Mit den Mitteln
soll bis Ende 2021 die Bereitstellung von deutlich mehr als einer
Milliarde Impfdosen für ärmere Länder gewährleistet werde.

Das Online-Treffen der sieben großen Wirtschaftsnationen (G7) beginnt
an diesem Freitagnachmittag. Es ist das erste Treffen der G7-Spitzen
nach dem Machtwechsel in den USA.



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