DGB-Chef Hoffmann fordert Abschaffung der Maastricht-Kriterien der EU

20.02.2021 04:30

Berlin (dpa) - Angesichts der Corona-Krise und Niedrigzinspolitik
fordert der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann die dauerhafte
Abschaffung der Maastricht-Kriterien der EU zur Begrenzung der
Staatsverschuldungen. «Die Maastricht-Kriterien sind nicht mehr
tragbar», sagte Hoffmann der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). «B
ei
der Gründung der Währungsunion hatten wir ein deutlich höheres Zins-

und Inflationsniveau», betonte der Gewerkschafter.

«Dass der Schuldenstand eines EU-Landes 60 Prozent der
Wirtschaftsleistung nicht übersteigen darf und das
gesamtwirtschaftliche Defizit maximal drei Prozent des
Bruttoinlandsprodukts betragen darf, passt nicht mehr in die Zeit»,
sagte Hoffmann. «Diese Ziele müssen wir reformieren, also klüger
gestalten.» Ende Dezember hatte bereits der Verdi-Vorsitzende Frank
Werneke die Aussetzung der Maastricht-Kriterien der EU zur Begrenzung
der Verschuldung für längere Zeit verlangt.



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