Litauen hofft auf neue Sanktionen gegen Russland

22.02.2021 10:14

Vilnius (dpa) - Litauen erwartet, dass sich die EU-Außenminister auf
neue Sanktionen gegen Russland wegen der Inhaftierung des
Kremlgegners Alexej Nawalny verständigen. «Ich hoffe, dass eine

Einigung erzielt wird», sagte Außenminister Gabrielius Landsbergis
der Agentur BNS vor dem Treffen mit seinem Amtskollegen am Montag.

Auf seine Initiative hin hatten sich am Sonntag in Brüssel mehrere
Außenminister und Botschafter von EU-Ländern mit den
Nawalny-Vertrauten Leonid Wolkow und Iwan Schdanow getroffen. Dies

zeige, dass der Fall Nawalny und der Beziehungen mit Russland auf der
Agenda der EU-Außenminister ganz oben stehen, sagte Landsbergis.  


«Das Ziel war, aus erster Hand von den Menschen über die Situation in

Russland zu erfahren, die die russische Opposition vertreten und mit
dem inhaftierten Nawalny zusammenarbeiten», sagte der litauische
Chefdiplomat über das von ihm als «wirklich erfolgreich» bezeichneten

Treffen. Litauen und die beiden anderen Baltenstaaten Lettland und
Estland sind für einen harten EU-Kurs gegen Moskau.

Im Fall Nawalny fordert die EU seit nunmehr rund drei Wochen die
Freilassung des Kremlkritikers. Moskau weist dies als Einmischung in
innere Angelegenheiten zurück. Der 44-Jährige war Anfang Februar in
Moskau verurteilt worden, weil er aus Sicht der Richterin mehrfach
gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren von 2014
wegen Betrugs und Veruntreuung von Geldern verstoßen hat.



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