Eurokurs stabilisiert sich über 1,17 US-Dollar

01.04.2021 16:36

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nach
jüngsten Verlusten stabilisiert. Am Nachmittag wurde die
Gemeinschaftswährung mit 1,1743 Dollar gehandelt und damit etwas
höher als am Morgen. Am Vortag war der Euro noch bis auf 1,1704
Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1746
(Mittwoch: 1,1725) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8514
(0,8529) Euro.

Gestützt wurde die Gemeinschaftswährung durch starke Konjunkturdaten
aus der Eurozone. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens
IHS Markit erreichte im März den höchsten Wert seit Umfragebeginn vor
knapp 24 Jahren. Die Industrie der Eurozone boome, sagte
Markit-Chefökonom Chris Williamson. Allerdings gibt es weiterhin
erhebliche Probleme mit Lieferengpässen und steigenden
Einkaufspreisen.

Auch in den USA wurden am Nachmittag unerwartet starke Stimmungsdaten
aus der Industrie gemeldet. Hier erreichte der Einkaufsmanagerindex
des Institute for Supply Management (ISM) ein langjähriges Hoch und
signalisierte eine weiter robuste Entwicklung der Konjunktur.
Allerdings konnten die starken US-Daten den Euro am Nachmittag kaum
belasten.

Der neue billionenschwere Investitionsplan von US-Präsident Joe Biden
bewegte die Devisenkurse kaum. Mit dem Plan, den er in der Nacht
verkündete, soll vor allem die Infrastruktur des Landes erneuert
werden. Sowohl die Grundzüge als auch der ungefähre Umfang waren
bereits zuvor bekannt geworden, so dass sich die Überraschung an den
Märkten in Grenzen hielt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85195 (0,85209) britische Pfund, 130,03 (129,91)
japanische Yen und 1,1099 (1,1070) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1724 Dollar
gehandelt. Das waren etwa 17 Dollar mehr als am Vortag.



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