Irans Präsident hofft auf «Renaissance» des Atomabkommens

07.04.2021 11:42

Teheran (dpa) - Irans Präsident Hassan Ruhani hofft bei den
Verhandlungen in Wien auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens.
«Erneut sind alle Parteien zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen
bessere Alternative gibt», sagte Ruhani einer Mitteilung des
Präsidialamts am Mittwoch zufolge. «Somit können wir auf eine
Renaissance des Wiener Atomabkommens hoffen», so Ruhani. Man wolle
die Ergebnisse der Gespräche in Wien abwarten, hieß es in der
Mitteilung weiter. «Die USA sagen, dass sie zum Abkommen zurück
wollen ... schön, dann schauen wir mal, wie ernst sie das meinen.»

Am Dienstag waren in Wien Verhandlungen zur Wiederbelebung des
Atomabkommens mit dem Iran wieder aufgenommen wurden. Auch eine
US-Delegation war angereist, auch wenn sie zumindest vorerst nicht am
Verhandlungstisch mit dem Iran sitzt. Erst eine Rückkehr der USA zu
dem Abkommen mit der Aufhebung der US-Sanktionen sowie
ein neuerliches Einhalten aller Auflagen durch den Iran würde den
Deal wieder wirksam machen.

Das 2015 geschlossene Abkommen sollte den Iran von der Entwicklung
von Atomwaffen abhalten, im Gegenzug sollten Sanktionen wegfallen.
Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran
kam aufgrund des Kurswechsels unter Trump aber nie zustande. Die fünf
verbliebenen Partner des Deals - Russland, China, Deutschland,
Frankreich und Großbritannien - haben in den vergangenen zwei Jahren
versucht, das Abkommen am Leben zu erhalten.



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