Griechenland: Türkei muss weiterhin deeskalieren

07.04.2021 11:45

Athen (dpa) - Die griechische Regierung hat den Besuch der EU-Spitze
beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückhaltend
kommentiert. «Die EU hat eine positive Agenda mit der Türkei», lobte

Regierungssprecherin Aristotelia Peloni am Mittwoch gegenüber dem
griechischen Radiosender Skai. «Es gibt aber viele Bedingungen, und
Ankara wird bis Juni (beim EU-Gipfel) bewertet». Die Türkei müsse
hinsichtlich Griechenlands und Zyperns Beständigkeit und Deeskalation
zeigen; sollte das nicht geschehen, sei die positive Agenda der EU
auch umkehrbar.

Griechenland und Zypern haben Konflikte mit dem Nachbarland. Unter
anderem gibt es Streit über Ansprüche auf Erdgasvorkommen in der
Ägäis und im östlichen Mittelmeer. Im Sommer 2020 standen sich
deshalb in der Region über mehrere Wochen hinweg Kriegsschiffe der
beiden Nato-Staaten gegenüber.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident
Charles Michel hatten den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan
am Dienstag in Ankara getroffen, um über die Zukunft der Beziehungen
zwischen der EU und der Türkei zu sprechen. Zuvor hatten sich die
Staats- und Regierungschefs der EU darauf verständigt, die
Beziehungen zur Türkei schrittweise wieder auszubauen.



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