Kammern sehen wegen Brexit neue Chancen für Firmen in Irland

07.04.2021 13:17

Neubrandenburg/Schwerin (dpa/mv) - Unternehmen aus
Mecklenburg-Vorpommern haben nach Ansicht der Industrie- und
Handelskammern gute Chancen, künftig mehr nach Irland zu liefern. Im
Zuge des Brexits verliere Großbritannien gerade seine Stellung als
wichtigster Handelspartner von Irland, sagte ein Sprecher der IHK in
Neubrandenburg am Mittwoch. Das eröffne unter anderem
Automobilzulieferern, Nahrungsmittelproduzenten und Zulieferern für
Nahrungsmittelhersteller die Möglichkeit, in die unterbrochenen
Lieferketten einzusteigen. Die Exporte Großbritanniens in das
Nachbarland seien bereits um 40 Prozent eingebrochen, unter anderem
wegen Einfuhrzöllen und anderer neuer Handelshindernisse.

Auch für Windenenergie- und Solaranlagenhersteller gebe es neue
Chancen auf dem irischen Markt, hieß es. Irland habe seine direkten
Schiffsverbindungen zum EU-Festland inzwischen bereits verdreifacht.

Einzelheiten zum irischen Markt und den nötigen Formalitäten und
Ansprechpartnern sollen auf einem landesweiten digitalen Irland-Tag
am 14. April erläutert werden, sagte der Sprecher der IHK. Dabei
werde unter anderem die Deutsche Botschafterin in Irland Deike Potzel
und die irische Außenhandelskammer vertreten sein. Die Kammern in
Schwerin, Rostock und Neubrandenburg vertreten die Interessen von
mehreren Zehntausend Firmen im Nordosten.



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