Mehr EU-Außenhandel mit Gütern für Kampf gegen Pandemie

07.04.2021 13:58

Luxemburg (dpa) - Sauerstoffgeräte, Schutzkleidung, Test-Equipment:
Mit solchen Produkten für den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie haben
die EU-Staaten 2020 deutlich stärker gehandelt als im Vorjahr. Die
Importe aus Nicht-EU-Ländern stiegen bei Gütern mit Covid-19-Bezug um
10 Prozent, die Exporte in Nicht-EU-Länder um 6 Prozent, wie das
EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. In
vielen anderen Bereichen ging der Außenhandel 2020 demnach stark
zurück. Dies gilt auch für ähnliche medizinische Produkte ohne
direkten Bezug zur Corona-Pandemie.

Häufiger in die EU importiert wurden etwa Schutzkleidung (plus 40
Prozent), Sauerstoffgeräte (39), Desinfektionsmittel und
Diagnosegeräte (jeweils 20). Die stärksten Zuwächse bei den Exporten

gab es bei Desinfektionsmitteln (plus 16 Prozent) und Test-Equipment
(15).

Vor allem im ersten Halbjahr 2020 handelten die EU-Staaten solche
Produkte stärker mit Nicht-EU-Ländern: Eurostat verzeichnet für
diesen Zeitraum ein Plus von 13 beziehungsweise 9 Prozent bei
Importen und Exporten. Im zweiten Halbjahr 2020 fiel der Anstieg im
Vergleich zu 2019 mit 8 beziehungsweise 3 Prozent kleiner aus.



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