Tschechiens Präsident Klaus: Euro-Austritt muss möglich sein

23.05.2012 12:01

Prag (dpa) - Tschechiens Präsident Václav Klaus hat gefordert,
dass Länder den Euro verlassen können sollten. Einige Mitgliedsländer

seien zu «Opfern der Europäischen Währungsunion» geworden, fügte
der
als neoliberal geltende Politiker in Anspielung auf das hoch
verschuldete Griechenland hinzu.

Die Forderung ist Teil eines Acht-Punkt-Plans zur Genesung
Europas, den Klaus erstmals am Dienstagabend in Chicago präsentierte.
Politiker sollten aufhören, staatliche Förderpakete zu schnüren und
die Wirtschaft bis ins Detail zu lenken versuchen, verlangte der
Ökonomieprofessor. Stattdessen müssen nach Ansicht des Präsidenten
die Staatsausgaben gesenkt werden.

Der EU-Mitgliedsstaat Tschechien hat mit der Krone eine eigene
Währung. Bislang hat sich Tschechien nicht auf einen Beitrittstermin
zum Euro-Raum festgelegt.

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