Euro gibt etwas nach

13.09.2021 16:52

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Montag mit leichten Verlusten
in die neue Handelswoche gestartet. Am Nachmittag wurde die
Gemeinschaftswährung mit 1,1793 US-Dollar gehandelt. Sie notierte
damit etwas niedriger als noch am Morgen. Zwischenzeitlich war der
Euro bis auf 1,1770 Dollar gefallen und hatte so den niedrigsten
Stand seit Ende August erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB)
setzte den Referenzkurs auf 1,1780 (Freitag: 1,1841) Dollar fest. Der
Dollar kostete damit 0,8489 (0,8445) Euro.

Dem Devisenmarkt fehlte es an klaren Impulsen. Allerdings gab es
weitere Signale für einen anhaltend hohen Preisauftrieb in
Deutschland. So sind die Großhandelspreise in Deutschland gegenüber
dem Vorjahresmonat so stark gestiegen wie seit Oktober 1974 nicht
mehr.

EZB-Direktorin Isabel Schnabel bekräftigte die Auffassung der
Notenbank, dass die derzeit erhöhte Inflation als temporäres Phänomen

zu betrachten sei. «Aller Voraussicht nach wird sich die Inflation im
kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen», sagte Schnabel anlässli
ch
des Baden-Badener Unternehmergesprächs. Zugleich stellte sie klar,
dass die EZB handeln werde, sollten die Inflation rascher als
erwartet zulegen.

Die Äußerungen ähneln denen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
nach der jüngsten Zinssitzung. Die EZB hatte vergangene Woche
beschlossen, das Tempo ihrer Wertpapierkäufe etwas zu verringern. Sie
wollte den Schritt aber nicht als geldpolitische Straffung verstanden
wissen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85120 (0,85260) britische Pfund, 129,62 (130,03)
japanische Yen und 1,0873 (1,0854) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1796 Dollar
gehandelt. Das waren rund neun Dollar mehr als am Vortag.



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