Gefahr für Olivenbäume: EU-Staaten gehen gegen Bakterium vor

28.04.2015 22:20

Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten wollen die weitere Ausbreitung des
Bakteriums Xylella stoppen, das vor allem Olivenbäume bedroht.
Experten der EU-Staaten vereinbarten am Dienstag in Brüssel
Maßnahmen, um den Import und die weitere Verbreitung des aus Amerika
kommenden Bakteriums zu verhindern. Xylella Fastidiosa
befällt Olivenbäume und ist nach EU-Angaben auch für andere Pflanze
n
wie etwa Weinstöcke und Zitrusfrüchte gefährlich. 

Die Staaten sind künftig verpflichtet, neue Ausbrüche in der EU zu
melden, offizielle Daten zu sammeln und die betroffenen Regionen
abzugrenzen. Um das Bakterium auszurotten, ist das Fällen von
betroffenen Bäumen in einem Radius von 100 Metern vorgeschrieben.
Italien, wo sich Xylella rasch ausbreitet, hat die Erlaubnis, in der
Provinz Lecce alles für die Eindämmung zu tun, also etwa
Olivenpflanzungen in großem Stil zu roden. Die EU-Experten einigt
en
sich außerdem wegen des hohen Übertragungsrisikos auf ein
Importverbot für Kaffeepflanzen aus Honduras und Costa Rica. Das
Bakterium war in der EU erstmals im Oktober 2013 in Italien
aufgetaucht.



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