Euro legt etwas zu

20.06.2022 17:10

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Montag bis zum Nachmittag
etwas zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0533
US-Dollar. Sie notierte damit etwas höher als am Morgen. Die
Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0517 (Freitag:
1,0486) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9508 (0,9537) Euro.
Der Handel verlief in ruhigen Bahnen, da in den USA Feiertag war.

Der Euro profitierte zum Wochenstart leicht von dem schwächeren
Dollar. Ansonsten fielen die Impulse eher schwach aus. Neue
Preisdaten aus Deutschland bestätigten das bekannte Bild: Die
Erzeugerpreise stiegen im Mai abermals im Rekordtempo. Besonders
Energie und viele Vorprodukte verteuerten sich weiter.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte vor einem Ausschuss des
Europäischen Parlaments erneut eine Leitzinserhöhung für Juli in
Aussicht.

Der Ausgang der französischen Parlamentswahl vom Wochenende spielte
am Markt eine eher untergeordnete Rolle. Erstmals seit Jahrzehnten
muss ein französischer Präsident ohne absolute Parlamentsmehrheit
regieren. Das Mitte-Lager von Präsident Emmanuel Macron ist
angesichts herber Mandatsverluste auf die Unterstützung anderer
Parteien angewiesen. Der linke und der rechte Rand gingen gestärkt
aus der Wahl hervor.

Der russische Rubel ist unterdessen zum US-Dollar auf den höchsten
Stand seit dem Jahr 2015 gestiegen. Im Gegenzug sank der Dollar auf
55,18 Rubel. Der Rubel war nach Kriegsbeginn Ende Februar zunächst
durch die Sanktionen der westlichen Länder belastet worden. Er
erholte sich jedoch rasch. Der Rubel-Kurs gilt jedoch angesichts von
Kapitalverkehrskontrollen und Sanktionen als wenig aussagekräftig.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85748 (0,85500) britische Pfund, 141,94 (141,21)
japanische Yen und 1,0162 (1,0105) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1838 US-Dollar
gehandelt. Das war ein Dollar weniger als am Freitag.



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