Gipfel verabschiedet Aktionsplan - Entwicklungshilfe und Stipendien

12.11.2015 14:23

Valletta (dpa) - Die EU verspricht den afrikanischen Ländern mehr
Entwicklungshilfe und Unterstützung, um Menschen von der Flucht nach
Europa abzuhalten. Im Gegenzug sagen die Afrikaner zu, mehr
abgelehnte Asylbewerber wieder aufzunehmen. Beim EU-Sondergipfel mit
35 afrikanischen Staaten verabschiedeten beide Seiten am Donnerstag
in Valletta einen entsprechenden Aktionsplan.

Die EU stellt den Afrikanern darin Hilfe im Kampf gegen die Armut in
Aussicht, etwa um neue Jobs insbesondere für junge Männer und Frauen
zu schaffen. Die Zahl der «Erasmus»-Stipendien für Studenten aus
diesen Ländern soll sich bis 2016 verdoppeln und es soll mehr Wege
für die legale Einwanderung nach Europa geben. Entsprechende Projekte
sind bis Ende 2016 vorgesehen. Die Europäer wollen sich auch für
politische Stabilität, Menschenrechte und den Kampf gegen den
Terrorismus einsetzen.

Auch Unterstützung beim Grenzschutz ist geplant, in Niger soll es ein
gemeinsames Team im Kampf gegen Menschenhändler geben. Besonders
wichtig ist der EU aber auch, dass die Afrikaner Unterstützung dabei
bekommen, abgelehnte Asylbewerber wieder aufzunehmen und zu
integrieren. Laut Aktionsplan bekommen die Behörden vor Ort
praktische Hilfe, um Bürger - die auf dem Weg nach Europa häufig ihre
Pässe wegwerfen - zu identifizieren. Im ersten Quartal 2016 wird es
eine entsprechende Mission in zehn afrikanischen Staaten geben.



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