Tusk wirbt für Kampf gegen Populismus

30.03.2017 14:36

San Giljan (dpa) - Mit Blick auf den Brexit und eine weit verbreitete
EU-Skepsis hat EU-Ratspräsident Donald Tusk zur Verteidigung der
europäischen Einheit aufgerufen. «Wir müssen die Populisten
herausfordern», sagte er beim Treffen der Staats- und Regierungschefs
der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) am Donnerstag auf
Malta. Nationalismus und Abspaltungstendenzen schwächten die EU und
damit auch ihre Mitgliedsländer.

Bei Anti-EU-Kampagnen in Großbritannien und im Rest Europas sei der
Eindruck entstanden, dass ein vereintes Europa den Nationalstaat
gefährde. «Diese Sichtweise ist dumm und gefährlich», sagte Tusk. D
ie
Bürger müssten überzeugt werden, dass eine starke EU, die ihre Werte

und Kultur verteidige und seine Grenzen schütze, vielleicht der
einzige Garant sei für nationale Eigenständigkeit.

«Worte wie Sicherheit, Souveränität, Würde und Stolz müssen wiede
r
Teil unseres politischen Wörterbuchs werden», forderte Tusk. «Es gibt

keinen Grund, warum die Extremisten und Populisten in der
öffentlichen Debatte ein Monopol auf diese Begriffe haben sollten.»



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