Euro steigt über 1,14 US-Dollar

12.01.2022 17:07

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs ist am Mittwoch über 1,14
US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit
1,1418 Dollar gehandelt. Es ist der höchste Stand seit Mitte November
2021. Am Mittag hatte sie noch rund einen halben Cent niedriger
notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf
1,1370 (Dienstag: 1,1336) Dollar fest. Der Dollar kostete damit
0,8795 (0,8822) Euro.

Dominiert wird das Geschehen durch die Inflationsentwicklung in den
USA. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um
7,0 Prozent. Es ist die höchste Inflationsrate seit dem Jahr 1982.
Das entsprach den Erwartungen von Analysten. Einige Händler hatten
aber wohl mit einem noch deutlicheren Anstieg gerechnet. Der Dollar
geriet daraufhin zu allen wichtigen Währungen unter Druck.

Zuletzt hatte sich nach Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell
unter den Anlegern die Ansicht verfestigt, dass die Fed mit ihren
geldpolitischen Maßnahmen die hohe Inflation in den Griff bekommen
kann, ohne den konjunkturellen Aufschwung zu gefährden. Mittlerweile
gehen die Finanzmärkte von mindestens drei Zinserhöhungen in den USA
in diesem Jahr aus. Die neuen Daten verstärkten zumindest die
Zinserhöhungserwartungen nicht noch weiter.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,83338 (0,83475) britische Pfund, 131,19 (130,95)
japanische Yen und 1,0486 (1,0502) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1823 Dollar
gehandelt. Das waren 2,11 Dollar mehr als am Vortag.



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