Euro gibt ein wenig nach

08.06.2021 16:50

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Dienstag etwas gefallen. Am
Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2179 US-Dollar. Dies
ist etwas weniger als noch im frühen Handel. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2182 (Montag: 1,2162)
Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8209 (0,8222) Euro.

Die Kursausschläge hielten sich am Dienstag in engen Grenzen. Leichte
Belastung lösten schwache Konjunkturdaten aus. Produktionszahlen aus
der deutschen Industrie enttäuschten. Im April ging die
Gesamtherstellung zurück, wohingegen Analysten mit einem Zuwachs
gerechnet hatten. Der Rücksetzer folgt allerdings auf einen
deutlichen Anstieg im Vormonat.

Auch die vom Mannheimer Institut ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen
blieben hinter den Prognosen zurück. Der Erwartungen der befragten
Finanzmarktexperten trübten sich im Juni überraschend ein. Allerdings
verbesserte sich die Bewertung der aktuellen Lage deutlich. «Wenn
alle Konjunkturampeln auf Grün stehen, kann es nicht noch grüner
werden», begründete Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die
etwas schwächeren Aussichten bei besserer Lage. Laut ZEW gehen die
Finanzmarktexperten von einer weiterhin «kräftigen
Konjunkturerholung» aus.

Die zu Handelsbeginn veröffentlichten Außenhandelsdaten der USA
bewegten den Devisenmarkt kaum. Das Handelsdefizit der USA mit dem
Rest der Welt hat sich im April merklich verringert. Im März war es
noch auf einen Rekordwert geklettert. Im April ging jedoch sowohl das
Handelsdefizit mit China als auch mit Europa zurück.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86100 (0,85825) britische Pfund, 133,28 (132,98)
japanische Yen und 1,0914 (1,0934) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1892 Dollar
gehandelt. Das waren 6 Dollar weniger als am Vortag.



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