EU unterstützt weitere Nachforschungen zum Ursprung der Corona-Krise

10.06.2021 12:20

Brüssel (dpa) - Spitzenvertreter der EU haben sich kurz vor dem
G7-Gipfel hinter zusätzliche Bemühungen gestellt, die Herkunft des
Coronavirus zu klären. «Die Welt hat das Recht, genau zu erfahren,
was passiert ist, um die Lehren daraus ziehen zu können», sagte
EU-Ratspräsident Charles Michel am Donnerstag in einer
Pressekonferenz zum Gipfeltreffen der sieben großen Wirtschaftsmächte
im englischen Cornwall. Die EU werde alle Anstrengungen unterstützen,
um Transparenz zu schaffen und die Wahrheit herauszufinden.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ergänzte, es sei
außerordentlich wichtig, dass man die Herkunft des Virus aufkläre.

Mit neuen Untersuchungen amerikanischer Geheimdienste zum Ursprung
der Corona-Pandemie hatte zuletzt die US-Regierung den Zorn Chinas
auf sich gezogen. US-Präsident Joe Biden hatte die Geheimdienste des
Landes damit beauftragt, dem Ursprung der Corona-Pandemie auf den
Grund zu gehen - und dabei die mögliche Schlussfolgerung im Raum
stehen lassen, dass das Virus aus einem Labor im chinesischen Wuhan
stammen könnte. Das Außenministerium in Peking warf den USA daraufhin
vor, von eigenem Versagen bei der Bekämpfung der Pandemie ablenken zu
wollen.

Die Aufklärungsbemühungen sollen nun auch bei dem Treffen der Staats-
und Regierungschefs der G7-Staaten eine Rolle spielen. Es beginnt an
diesem Freitag. Zu der G7-Gruppe gehören neben Deutschland die USA,
Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien. Die EU ist als
Institution vertreten. China ist nicht mit dabei.



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