EU-Kommission warnt vor überdurchschnittlicher Waldbrandgefahr

21.06.2021 15:34

Brüssel (dpa) - Die Europäische Kommission blickt mit Sorge auf die
diesjährige Waldbrandsaison. Am Montag stellte sie ihre Pläne für
eine EU-weite Waldbrandbekämpfung vor. «Die Brandsaison ist intensiv,
lang, und die brandgefährdeten Gebiete breiten sich weiter nach
Norden aus», sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez
Lenarcic, in Brüssel. Waldbrände stellten «ein erhebliches
Katastrophenrisiko für ganz Europa dar».

Im Mittelmeerraum sei zwischen Juni und September mit
überdurchschnittlichen Temperaturen und geringen Niederschlägen zu
rechnen, hieß es von der Kommission. Das Risiko für Waldbrände sei

damit überdurchschnittlich hoch. Auch in bislang nicht gefährdeten
Gebieten Europas könne es zu Flächenbränden kommen.

Für die Bekämpfung grenzüberschreitender Brände beteiligt sich die
EU
an der Finanzierung von elf Löschflugzeugen und sechs Hubschraubern
in mehreren Mitgliedsstaaten. Außerdem stellte die Kommission den
Mitgliedsstaaten Leitlinien zur Waldbrandbekämpfung zur Verfügung.

Auch in Deutschland hat es dieses Jahr bereits Feuer in Wäldern
gegeben. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der
Saison kämpften Feuerwehrleute auf einer Fläche von etwa zehn Hektar
bei Bötzow nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Vor allem im
Nordosten Deutschlands bestand während der vergangenen Tage eine hohe
Gefahr. Derzeit ist dies vor allem noch in Brandenburg der Fall.



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