UBS-Aufseher Weber: Brauchen EU-Recht für übergeordnet tätige Banken

22.06.2021 13:02

Frankfurt/Main (dpa) - UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber dringt auf
Fortschritte bei der Vereinheitlichung der Finanzmärkte in Europa.
«Paneuropäische Banken müssen anders reguliert werden. Sie brauchen
einen EU-weiten Rechtsrahmen, nicht diesen Flickenteppich aus
national unterschiedlichen Regulierungen», betonte Weber am Dienstag
bei einer digitalen Bankenkonferenz der «Börsen-Zeitung». Er hoffe
nach dem positiven Beitrag der Geldhäuser in der Corona-Krise auf
mutige Schritte. Das sei auch wichtig, damit die Banken in Europa mit
der US-Konkurrenz Schritt halten könnten.

Es sei durchaus sinnvoll, die unterschiedlichen nationalen Systeme in
Europa weiter zu integrieren, sagte Weber, der bis Ende April 2011
Präsident der Deutschen Bundesbank war. Darüber könnte es aber nach
seiner Vorstellung ein EU-Recht für übergeordnet tätige Banken geben,

«ein europäisches Dach, für diejenigen, die schnell dahin wollen».
Es
müsse «eine Freizügigkeit für Finanzdienstleistungen» für alle
Bürger
Europas geben, sagte der Chefaufseher der Schweizer Großbank.



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