Starke Stimmungsdaten stützen Euro

23.06.2021 17:02

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Mittwoch gestiegen und hat an
die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Nachdem eine leichte
Gegenbewegung die Gemeinschaftswährung am Morgen noch auf ein
Tagestief bei 1,1912 US-Dollar gedrückt hatte, konnte sie am
Nachmittag bis auf ein Tageshoch bei 1,1970 Dollar zulegen. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1951
(Dienstag: 1,1894) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8368
(0,8408) Euro.

Seit dem Vormittag wurde der Euro durch starke Stimmungsdaten aus dem
gemeinsamen Währungsraum gestützt. Im Juni war der vom britischen
Forschungsinstitut IHS Markit erhobene Indexwert für die Stimmung der
Einkaufsmanager in der Eurozone auf 59,2 Punkte gestiegen und damit
auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Am Markt waren nur 58,8 Punkte
erwartet worden.

«Die Konjunktur im Euroraum startet durch», kommentierte Experte
Christoph Weil von der Commerzbank die Daten. Dank der Lockerungen
der Corona-Beschränkungen habe die Wirtschaft «spürbar an Fahrt
aufgenommen».

Am Nachmittag folgten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA, die
den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug weiteren Auftrieb
verliehen haben. Im Juni hatte sich die Stimmung der
US-Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen laut einer
Markit-Umfrage überraschend stark eingetrübt. Außerdem waren die
Verkaufszahlen von Neubauten auf dem amerikanischen Immobilienmarkt
im Mai erneut stark gesunken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85435 (0,85560) britische Pfund, 132,44 (131,50)
japanische Yen und 1,0963 (1,0943) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1790 Dollar
gehandelt. Das waren rund 11 Dollar mehr als am Vortag.



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