Mindestens vier Tote nach Unwetter in Belgien - Hilfe aus EU-Ländern

15.07.2021 14:16

Brüssel (dpa) - Im Zusammenhang mit schweren Unwettern im Osten
Belgiens sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Das
berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag unter Berufung
auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Die Leichen seien im Bezirk
Verviers gefunden worden. Die Identität der Opfer sei noch nicht
geklärt. Bereits am Morgen gab es Berichte über zwei Tote. Ob die nun
vier gefundenen Leichen zu diesen zählen, war zunächst unklar.

Der öffentlich rechtliche Sender RTBF berichtete unter Berufung auf
die Gouverneurin Catherine Delcourt, die beiden Toten seien in der
Provinz Lüttich ums Leben gekommen. Die Fundorte liegen
Medienberichten zufolge im Bezirk Verviers, der zur Provinz Lüttich
gehört. Laut «Grenzecho» starb im belgischen Eupen in der Nähe von

Aachen ein 22-Jähriger. «Wie von offizieller Seite bestätigt wurde,
ist der junge Mann im Eupener Ortsteil Nispert mit einem
Schwimmreifen in den reißenden Stadtbach gesprungen und wurde seitdem
vermisst», heißt es in dem Bericht. Rettungskräfte hätten seine
Leiche gefunden.

In Limburg sind nach Angaben der Bürgermeisterin knapp 3000 Menschen
in Sicherheit gebracht worden. Manche Orte könnten wegen zu starker
Strömung nicht einmal per Boot erreicht werden, Hubschrauber könnten
wegen des Wetters nicht eingesetzt werden.

Ministerpräsident Alexander De Croo schrieb auf Twitter: «Belgien
steht vor noch nie da gewesenen Regenfällen.» Mithilfe von Innen- und
Verteidigungsministerium sollen alle Rettungsdienste mobilisiert
werden. Belgien erhalte internationale Unterstützung. Die
EU-Kommission teilte mit, dass als Teil einer Sofortreaktion ein
Rettungsteam und ein Hubschrauber aus Frankreich mobilisiert worden
seien. Auch Italien und Österreich hätten Hilfe angeboten. Der
Einsatz werde von der Kommission koordiniert und bis zu 75 Prozent
der Transportkosten übernommen.



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