EU-Gesundheitsbehörde rechnet mit stark steigenden Corona-Fallzahlen

16.07.2021 13:18

Stockholm (dpa) - Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht im Zuge einer
Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus von stark steigenden
Neuinfektionszahlen in Europa aus. Die in Stockholm ansässige Behörde
rechnet basierend auf Vorhersagen für die Länder des Europäischen
Wirtschaftsraums (EWR) damit, dass die Zahl der Fälle in der Region
in der ersten vollständigen August-Woche auf 622,9 pro 100 000
Einwohner angestiegen sein wird. Zum Vergleich: In der vergangenen
Woche hatte dieser Wert nach Zunahmen in den beiden Vorwochen bei
89,6 gelegen, wie aus dem jüngsten Corona-Wochenbericht des ECDC
hervorgeht. Zum EWR zählen die 27 EU-Länder sowie Norwegen, Island
und Liechtenstein.

Dem Bericht zufolge wird zum Ende dieser Woche mit einem EWR-weiten
Anstieg auf 144,6 neue wöchentliche Fälle pro 100 000 Einwohner
gerechnet. Dann geht es steil bergauf mit geschätzten Werten von
262,2 und 420,4 sowie 622,9 in den Folgewochen. Deutschland sagen die
Modellberechnungen ein stabil niedriges Niveau von 12,6 bis 15,4
voraus.

«Es wird erwartet, dass sich die derzeit anhaltende Verschlechterung
der epidemiologischen Lage in vielen Ländern angesichts des schnellen
Anstiegs der Delta-Variante fortsetzt», schrieb die Behörde in dem
Bericht. Die jüngsten Anstiege seien unter jüngeren Altersgruppen
gemeldet worden. Die Zahlen der mit Covid-19-Erkrankungen in
Verbindung stehenden Krankenhauseinweisungen und Todesfälle sei
zuletzt insgesamt stabil geblieben.



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