EU-Länder wollen Bio-Landwirtschaft ausbauen

19.07.2021 16:05

Brüssel (dpa) - Die EU-Länder wollen einen deutlichen Ausbau der
Bio-Landwirtschaft vorantreiben. Die Agrarministerien der EU-Länder
einigten sich am Montag auf Schlussfolgerungen, die unter
anderem vorsehen, dass bis 2030 ein Viertel der Agrarfläche in der EU

für Bio-Landwirtschaft genutzt werden soll. Einen
entsprechenden Aktionsplan mit diesem Ziel hatte die EU-Kommission
bereits im Frühjahr vorgeschlagen, die EU-Länder haben diesen nun
offiziell begrüßt.

Für die Bundesrepublik ergäben sich zusätzliche Impulse für
nationalen Aktionsplan, hieß es von deutscher Seite während des
Treffens. Erklärtes Ziel der Bundesregierung sind 20 Prozent bis
2030. Sie sehe etwa großes Potenzial in Bereichen wie Kitas, Schulen
Krankenhäusern, sagte Staatssekretärin Beate Kasch, die
Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei dem Ministertreffen
vertrat. Dort könnten mehr Bioprodukte verwendet werden.
Aktuellen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge lag
der Anteil der Biolandwirtschaft - gemessen an der Fläche - im
vergangenen Jahr bei 10,3 Prozent.

Derzeit bestehen in den EU-Ländern große Unterschiede was den Anteil

der Bio-Landwirtschaftsfläche betrifft: Österreich übererfüllt
bereits nach Angaben von Ministerin Elisabeth Köstinger das
vorgegebene Ziel mit einem Anteil von 26 Prozent. Schlusslichter sind
Daten der Statistikbehörde Eurostat von 2019 zufolge Malta (0,5
Prozent) gefolgt von Irland (1,6) und Bulgarien (2,3). Deutschland
lag damals mit 7,7 Prozent im unteren Mittelfeld. Das
Bundesagrarministerium bezifferte den Anteil für Ende 2019 auf 9,7
Prozent.



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