Anti-Geldwäsche-Plan: Bargeldgrenze und neue EU-Behörde sollen kommen

19.07.2021 17:30

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission stellt am Dienstag ihren Plan f
ür
einen effektiveren Kampf gegen Geldwäsche vor. Erwartet wird, dass
sowohl eine Obergrenze von 10 000 Euro für Bargeldzahlungen als auch
eine neue Überwachungsbehörde Teile des Vorschlags sein werden. Der
Grünen-Finanzpolitiker Sven Giegold betonte, bei der
Geldwäschebekämpfung komme es darauf an, bestehendes Recht
durchzusetzen. «Die EU-Kommission vernachlässigt die mangelnde
Durchsetzung von EU-Recht fahrlässig», sagte der Politiker
der Deutschen Presse-Agentur.

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) machte sich
bereits vor gut einer Woche dafür stark, dass die Bankenmetropole
Frankfurt Standort der geplanten Behörde werden solle. Die
Landesregierung wolle nun «noch offensiver» für die Ansiedlung
werben.

Nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofes werden in der EU
jährlich Milliardenbeträge aus kriminellen Geschäften in die regulä
re
Wirtschaft eingespeist, um den illegalen Ursprung der Erträge zu
verschleiern. Die europäische Polizeibehörde Europol schätze den Wert

verdächtiger Transaktionen innerhalb Europas auf zuletzt Hunderte
Milliarden Euro.



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