Falschgeldzahlen in Deutschland und Europa weiter gesunken

23.07.2021 10:00

Frankfurt/Main (dpa) - Die Corona-Einschränkungen in Handel und
Gastronomie haben die Falschgeldzahlen im ersten Halbjahr 2021 weiter
gedrückt. Sowohl in Deutschland als auch in Europa sank die Anzahl
der sichergestellten Blüten, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag
in Frankfurt mitteilte. Auch die Schadenssumme wurde kleiner.

21 356 gefälschte Euro-Banknoten zogen Polizei, Handel und Banken
demnach in Deutschland in den ersten sechs Monaten des laufenden
Jahres aus dem Verkehr. Das waren 13 Prozent weniger als im zweiten
Halbjahr 2020 (24 633). Der Schaden schrumpfte von seinerzeit gut 1,2
Millionen Euro um 16 Prozent auf etwas über 1 Million Euro.

Europaweit registrierten die Euro-Notenbanken im ersten Halbjahr 2021
insgesamt 167 000 gefälschte Euro-Banknoten im Gesamtwert von 8
Millionen Euro. Damit setzte sich der seit der zweiten Jahreshälfte
2019 zu beobachtende rückläufige Trend fort. Im ersten Halbjahr 2020
waren es nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) 240 000
Falschnoten, in der zweiten Jahreshälfte 2020 dann 220 000 Stück. Der
Schaden durch Falschgeld für ganz Europa summierte sich 2020 auf 21,5
Millionen Euro.

«Die Falschgeldzahlen sind deutlich zurückgegangen», bilanzierte
Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann. «Grund dafür waren
die Corona-Einschränkungen. Die Konsummöglichkeiten waren gerade in
den Bereichen, in denen Bargeld eine bedeutende Rolle spielt, stark
eingeschränkt.»

Mit neuen Sicherheitsmerkmalen haben die Währungshüter die
europäische Gemeinschaftswährung in den vergangenen Jahren
fälschungssicherer gemacht. Kriminelle setzen seit einiger Zeit
vermehrt auf nachgemachte Geldscheine, die im Internet unter den
Begriffen «Movie Money» oder «Prop copy» als Spielgeld oder
Filmrequisite angeboten werden. Diese trieben die Zahl der Blüten vor
allem beim 10-Euro-Schein und beim 20-Euro-Schein nach oben. Mit
einem Anteil von rund 41 Prozent an der Gesamtzahl der Fälschungen in
Deutschland hat der 20-Euro-Schein den Fünfziger im ersten Halbjahr
2021 überholt.



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