Merkel in Tirana: Deutschland bleibt am Westbalkan interessiert

14.09.2021 15:59

Tirana (dpa) - Wenige Wochen vor ihrem Ausscheiden aus der Politik
hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Interesse Deutschlands an den
Westbalkan-Staaten bekräftigt. «Unabhängig davon, wie die deutschen
Wahlen ausgehen, wird jeder neue deutsche Bundeskanzler ein Herz für
die Region haben», sagte sie am Dienstag auf einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama.

Merkel beendete eine zweitägige Reise, die sie am Tag zuvor nach
Belgrad geführt hatte. In der albanischen Hauptstadt Tirana traf sie
bei einem Mittagessen neben Rama auch die Regierungschefs der anderen
fünf Westbalkan-Staaten Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina,
Nordmazedonien und Kosovo. Alle diese Länder streben langfristig eine
Mitgliedschaft in der EU an.

In Belgrad hatte Merkel nach ihren Gesprächen mit Präsident
Aleksandar Vucic das «absolute geo-strategische Interesse»
Deutschlands und der EU an der Integration der Westbalkan-Staaten
betont.

Die Reise stand auch im Zeichen der Anerkennung, die die regionalen
Regierungschefs der Bundeskanzlerin entgegenbringen. «Niemand hat
mehr Gutes getan für die Region als sie, niemand versteht die Region
besser als sie», sagte Rama auf der Pressekonferenz.



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