Sterblichkeit in der EU weiter höher als durchschnittlich vor Corona

15.09.2021 13:29

Luxemburg (dpa) - Noch immer liegt die Zahl der Todesfälle in der
Europäischen Union über dem Durchschnittsniveau der Jahre zuvor -
aber nur noch knapp. Im Juli dieses Jahres starben gut vier Prozent
mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der
Corona-Pandemie, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des
Statistikamts Eurostat mit Sitz in Luxemburg hervorgeht. Wie viele
Menschen tatsächlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben
sind, zeigt die Auswertung nicht. Die Daten unterscheiden keine
Todesursachen und differenzieren nicht nach Geschlecht oder Alter.

In Deutschland entwickelten sich die Zahlen der Auswertung zufolge
ähnlich wie in der EU, wobei die Übersterblichkeit hier tendenziell
unter dem Schnitt der Europäischen Union lag. So habe diese im Juli
2021 bei gut zwei Prozent gelegen. Der Höhepunkt mit 30 Prozent über
den Vergleichswerten wurde hierzulande den Informationen zufolge
im Dezember 2020 erreicht.

EU-weit sinkt derzeit laut Eurostat die Übersterblichkeit. Der
höchste Wert seit Pandemiebeginn wurde demnach im November 2020 mit
40 Prozent verzeichnet. Er sank dann bis Februar auf knapp sechs
Prozent, bevor es im Frühjahr wieder zu einem Anstieg kam. Der
höchste Wert in dieses Jahres wurde im April mit gut 20 Prozent
erreicht. Seitdem sinken die Zahlen in der EU bemerkbar, wie aus den
Ergebnissen der Statistiker hervorgeht.



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