) EU-Staaten stimmen Verbot des Farbstoffs Titandioxid im Essen zu

08.10.2021 16:28

Brüssel (dpa) - Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müss
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ab 2022 voraussichtlich ohne den weit verbreiteten weißen Farbstoff
Titandioxid auskommen. Die EU-Staaten stimmten einem Vorschlag der
EU-Kommission zu, den Zusatzstoff wegen möglicher Krebsrisiken aus
Lebensmitteln zu verbannen. «Die Sicherheit unserer Lebensmittel und
die Gesundheit unserer Verbraucher sind nicht verhandelbar», sagte
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Freitag.

Der als E171 bekannte Stoff kommt auch in Backwaren, Suppen und
Salatsoßen vor. Die EU-Kommission hatte ihren Vorschlag im Frühjahr
auf Grundlage einer überarbeiteten Empfehlung der Europäischen
Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) vorgelegt. Auch
Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte für einen EU-weiten

Zulassungsstopp in Nahrungsmitteln plädiert.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, die sich schon seit
längerem für das Titandioxid-Verbot einsetzt, sprach am Freitag von
einem «Schritt in die richtige Richtung». Nun solle die EU «die
weiteren mehr als 300 in Europa zugelassenen
Lebensmittelzusatzstoffe» überprüfen und reduzieren, sagte Sprecher
Andreas Winkler. «Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes
müssen alle umstrittenen Zusatzstoffe verboten werden.»

Die EU-Staaten und das Europaparlament haben nun bis Ende des Jahres
Zeit, Einspruch gegen das Verbot zu erheben. Andernfalls tritt es
Anfang 2022 in Kraft, wie die EU-Kommission mitteilte. Dann soll es
noch eine sechsmonatige Auslaufphase geben.



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