Deutschland und andere Länder wollen Pakt gegen Methan beitreten

11.10.2021 16:52

Brüssel/Washington (dpa) - Deutschland und 23 andere Länder haben
sich einer Initiative der EU und der USA angeschlossen, um den
Ausstoß von klimaschädlichem Methan zu reduzieren. Das teilten die
Europäische Kommission und das US-Außenministerium am Montag mit.
Methan ist laut EU-Umweltkommissar Frans Timmerns das
zweitschädlichste Treibhausgas und verantwortlich für Klimaerwärmung

und Luftverschmutzung.

Die Länder hätten sich bei einem virtuellen Treffen mit
EU-Umweltkommissar Frans Timmermans und dem US-Klimabeauftragten John
Kerry zu dem gemeinsamen Ziel bekannt, Methanemissionen bis 2030 um
mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken, hieß es weiter.
Offiziell soll der Pakt bei der Klimakonferenz COP26 in Glasgow Ende
des Monats unterschrieben werden.

Methan entsteht zum Beispiel in der Landwirtschaft, auf
Abfalldeponien oder in der Öl- und Gasindustrie. Einer von der
EU-Kommission zitierten Statistik des Weltklimarats (IPCC) zufolge
ist Methan für die Hälfte der bisherigen Klimaerwärmung von rund
einem Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit
verantwortlich.

Neben Deutschland wollen nun unter anderem auch Frankreich, Kanada,
Israel, Japan und Nigeria ihre Methanemissionen reduzieren. Damit
nehmen der Kommission zufolge 9 der 20 Länder mit den höchsten
Methanemissionen - verantwortlich für 30 Prozent des weltweiten
Ausstoßes - voraussichtlich an der Initiative Teil. «Die rasche
Reduzierung von globalen Methanemissionen ist die beste Strategie,
die wir haben, um die globale Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu
begrenzen», sagte Timmermans.

US-Präsident Joe Biden und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
Leyen hatten sich im September auf die Methan-Initiative verständigt.
Wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, könnte die Klimaerwärmung bis
2050 der EU-Kommission zufolge um rund 0,2 Grad reduziert werden.



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