Mehr als 20 Stunden: EU-Fischereiminister verhandeln über Fangmengen

12.10.2021 07:40

Luxemburg (dpa) - Mehr als 20 Stunden nach Beginn der Verhandlungen
über künftige Fangmengen in der Ostsee sind die EU-Fischereiminister
weiterhin zu keiner Einigung gekommen. Auch am Dienstagmorgen
beschäftigten sich die Politikerinnen und Politiker noch mit der
Frage, wie viel Fisch künftig in der Ostsee gefangen werden darf. Die
Gespräche sind kompliziert, weil viele Bestände in der Ostsee in
einem kritischen Zustand sind. Umweltschützerinnen und -schützer
bemängeln seit Jahren zu hohe Fangmengen.

Die zulässigen Fangmengen in der Ostsee werden zunächst auf Basis
wissenschaftlicher Gutachten des Internationalen Rates für
Meeresforschung (ICES) von der EU-Kommission vorgeschlagen - die
Minister müssen dann eine Einigung finden. Bereits im vergangenen
Jahr wurde unter deutscher Ratspräsidentschaft die Fangmenge für
westlichen Hering im Jahr 2021 um 50 Prozent auf knapp 1600 Tonnen
EU-weit reduziert. Damals wurde aber auch entschieden, dass aus dem
Bestand des westlichen Dorschs fünf Prozent mehr gefangen werden
durfte - insgesamt 4000 Tonnen. Bei diesen beiden Brotfischen der
Ostseefischerei werden deutliche Einschnitte erwartet.



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