EU-Kommission will mit Kampagne Medienkompetenz von Kindern stärken

12.10.2021 17:37

Brüssel (dpa) - Mit einer Kampagne zur Stärkung der Medienkompetenz
von Schulkindern will die EU-Kommission den Gefahren und der
Verbreitung von Falschinformationen im Internet begegnen. Die
Initiative soll Lehrern, Kindern und deren Eltern auf die
Herausforderungen einer digitalen Mediengesellschaft vorbereiten, wie
die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. «Heutzutage ist
kritisches Denken und die Bewertung der Qualität von Informationen,
auf die wir online zugreifen, eine ebenso entscheidende Kompetenz wie
Lesen und Schreiben», sagte EU-Kommissarin Marija Gabriel.

Unter dem Motto «Erst denken, dann klicken» sollen die rund 90
Millionen Minderjährigen in der EU das Wissen und die Fähigkeiten
erlernen, um sich selbstbewusst und sicher im Internet bewegen zu
können. Ziel sei es, 80 Prozent aller EU-Bürger bis 2030 digitale
Grundkenntnisse zu vermitteln. Derzeit seien es rund 56 Prozent.

Die Leitlinien dazu sollen von einer neuen Expertenkommission
erarbeitet werden. In dem 25-köpfigen Team sind unter anderem auch
Vertreter des UN-Kinderhilfswerks Unicef, des Europarats und des Amts
für geistiges Eigentum der EU vertreten.



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