EU-Kommission empfiehlt schnelles Handeln gegen hohe Energiepreise

13.10.2021 12:38

Brüssel (dpa) - Europäische Haushalte und Unternehmen sollten nach
Ansicht der EU-Kommission möglichst schnell vor den rasant steigenden
Energiepreisen geschützt werden. Energiekommissarin Kadri Simson
stellte am Mittwoch eine sogenannte «Toolbox» mit Werkzeugen vor, die
EU-Länder anwenden können, ohne gegen die europäischen
Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Unter anderem schlägt die Kommission
direkte Zahlungen, Steuererleichterungen und Subventionen für kleine
Unternehmen vor. Sie erwägt aber auch mittelfristige Reformen, um den
europäischen Energiemarkt auf lange Sicht robuster zu machen.

«Es ist wichtig, schutzbedürftige Bürger und europäische Unternehme
n
zu unterstützen während wir aus der Pandemie kommen und den
Aufschwung beginnen», sagte Simson. «Die Kommission hilft
Mitgliedstaaten, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Konsequenzen
für Bürger und Unternehmen diesen Winter zu mildern.»

Die «Toolbox» beinhaltet auch mögliche Maßnahmen gegen zukünftige

Preisschwankungen. So will die Brüsseler Behörde sich einen Vorschlag
für gemeinsame Gaseinkäufe und Gasreserven genauer anschauen. Auch
soll die Konstruktion des europäischen Energiemarktes unter die Lupe
genommen werden. Die mittelfristigen Maßnahmen der «Toolbox» sollen
bei einem EU-Gipfel Ende kommender Woche besprochen werden.



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