Euro nach US-Arbeitsmarktbericht gestiegen

07.01.2022 16:51

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Freitag nach der
Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zugelegt. Am Nachmittag
kostete die Gemeinschaftswährung 1,1347 US-Dollar. Im frühen Handel
hatte sie noch knapp unter 1,13 Dollar notiert. Die Europäische
Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1298 (Donnerstag: 1,1315)
Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8851 (0,8838) Euro.

Ein durchwachsener US-Arbeitsmarktbericht hat den Dollar belastet.
Die Erholung des Arbeitsmarktes in den USA ist zum Jahresende 2021
weniger als erwartet vorangekommen. So hat die US-Wirtschaft im
Dezember wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.
Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten
nach oben revidiert. Zudem ist die Arbeitslosenquote auf den
niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise gefallen.

Die in der Eurozone gestiegenen Verbraucherpreise bewegten den Euro
am Vormittag kaum. Die Inflationsrate ist im Dezember mit 5,0 Prozent
auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro gestiegen. Volkswirte
hatten hingegen einen leichten Rückgang erwartet. Nach Einschätzung
von Commerzbank-Analyst Christoph Weil dürfte es noch bis zum Herbst
dauern, bis die Inflationsrate wieder auf das von der EZB anvisierte
Ziel von zwei Prozent fallen wird. Die Commerzbank rechnet aber
weiter fest damit, dass die EZB die Leitzinsen in diesem Jahr noch
nicht erhöhen wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,83430 (0,83593) britische Pfund, 130,90 (131,05)
japanische Yen und 1,0422 (1,0395) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1790 Dollar
gehandelt. Das war ein Dollar weniger als am Vortag.



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