Umfrage: Brexit belastet zwei Drittel der britischen Industrie

10.01.2022 09:39

London (dpa) - Die Mehrheit der britischen Industrieunternehmen klagt
über anhaltende Belastungen durch den Brexit. Das geht aus einer
Umfrage unter 228 Firmen durch den Verband Make UK und die
Unternehmensberatung Pwc hervor, über die der «Guardian» am Montag
berichtete. Demnach gaben zwei von drei Unternehmen an, der Austritt
Großbritanniens aus der EU habe ihr Geschäft moderat oder signifikant
belastet. Mehr als die Hälfte rechne damit, dass der Brexit auch in
diesem Jahr noch dem Geschäft schaden wird - etwa durch neue
Importkontrollen und neue Vorgaben für Kennzeichnungen.

Formal hat das Vereinigte Königreich bereits am 31. Januar 2020 die
Europäische Union verlassen, allerdings galt bis zum Jahreswechsel
2020/2021 noch eine Übergangsphase mit weitgehend den gleichen Regeln
wie zuvor. Vor gut einem Jahr vollzog sich dann der finale Bruch der
Insel mit dem Rest des Kontinents. Zu Beginn des laufenden Jahres
traten neue Importkontrollen für Produkte aus der EU in Kraft.

Hürden durch den Brexit gehören in der britischen Industrie der
Befragung zufolge weiter zu den Hauptsorgen - allerdings gibt es
auch Optimismus: Drei Viertel der Firmen gehen davon aus, dass sich
die Bedingungen verbessern. Viele glaubten auch an Chancen, etwa für
mehr heimische Produktion.



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