Litauens Regierung erhöht Druck auf belarussisches Unternehmen

12.01.2022 17:16

Vilnius (dpa) - Litauens Regierung erhöht angesichts internationaler
Sanktionen den Druck auf ein belarussisches Unternehmen. Am Mittwoch
wurde die staatliche Eisenbahn angewiesen, die
bestehenden Verträge mit dem Düngemittelhersteller Belaruskali zu
beenden. Das Unternehmen exportiert einen Großteil seiner Produktion
über Litauen.

Die Transitlieferungen waren zuletzt trotz geltender US-Sanktionen
weiter fortgesetzt worden. Grund dafür waren laut Eisenbahn
Vorauszahlungen aus bestehenden Verträgen. Die Geschäftsverbindung
stehe nicht im Einklang mit den nationalen Sicherheitsinteressen des
baltischen EU-Landes, teilte die Staatskanzlei in Vilnius nun mit.
Vom 1. Februar an seien die Verträge mit dem Unternehmen ungültig.
Der Bahnchef teilte mit, dass sein Unternehmen bereit sei, dem
Regierungsbeschluss nachzukommen.

Litauen gilt international als einer der größten Fürsprecher der
Demokratiebewegung im benachbarten Belarus. Die Regierung in Vilnius
setzt sich für scharfe Sanktionen gegen die autoritäre Führung von
Machthaber Alexander Lukaschenko in Minsk ein.



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