Euro knüpft an Vortagesgewinne an

15.03.2022 17:01

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag an seine Erholung vom
Vortag angeknüpft. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung
1,0974 US-Dollar. Zeitweise war der Euro über 1,10 Dollar gestiegen.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0991
(Vortag: 1,0960) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9098
(0,9124) Euro.

An den Finanzmärkten haben Gespräche zwischen Russland und der
Ukraine Hoffnungen auf eine Annäherung der Kriegsparteien aufkeimen
lassen. Die am Montag unterbrochenen Gespräche wurden laut Angaben
aus Kiew fortgesetzt. Weitergehende Informationen gab es nicht.

Konjunkturdaten aus Deutschland fielen sehr schwach aus, belasteten
den Euro aber kaum. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im März so
stark eingebrochen wie noch nie seit Erhebungsbeginn Anfang der
1990er Jahre. «Der Ukrainekrieg und die Sanktionen gegen Russland
verschlechtern den wirtschaftlichen Ausblick für Deutschland ganz
erheblich», erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Zugleich legten die

Inflationserwartungen stark zu.

In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild. So hat sich die Stimmung
in der Industrie der Region New York überraschend und deutlich
eingetrübt. Der Empire-State-Index fiel auf den niedrigsten Stand
seit Mai 2020. Dies war zu Beginn der Corona-Pandemie in den USA.
Gleichzeitig stiegen die Erzeugerpreise erneut deutlich. Beobachter
erwarten, dass die US-Notenbank ihren Leitzins an diesem Mittwoch
angesichts der zuletzt sehr hohen Inflation anheben wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,84053 (0,83915) britische Pfund, 129,67 (129,30)
japanische Yen und 1,0322 (1,0249) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 1918 Dollar. Das waren
rund 32 Dollar weniger als am Vortag.



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