Euro knüpft an Vortagesgewinne an

13.01.2022 16:42

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag seine Kursgewinne
vom Vortag ausgebaut. Die Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag
bei 1,1454 US-Dollar gehandelt. Zuvor lag sie mit 1,1482 Dollar auf
dem höchsten Stand seit Mitte November. Am Morgen hatte der Euro noch
deutlich niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den
Referenzkurs auf 1,1463 (Mittwoch: 1,1370) Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,8724 (0,8795) Euro.

Der Euro war bereits am Mittwoch über 1,14 Dollar gestiegen. Als
Antrieb verwiesen Börsianer darauf, dass die US-Verbraucherpreise im
Dezember nicht noch stärker als gedacht gestiegen waren. Die am
Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise stiegen zudem geringfügig
weniger als erwartet. Damit kam von dieser Seite kein zusätzlicher
Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen noch schneller als vom Markt
erwartet anzuheben.

Inzwischen seien die Inflationsrisiken ausreichend thematisiert und
insbesondere die US-Notenbank werde nicht müde zu betonen, darauf
reagieren zu wollen, schrieben die Experten der Landesbank Helaba.
Dabei seien nicht nur Leitzinserhöhungen im Gespräch, sondern auch
eine Reduzierung der Fed-Bilanz.

Belastet wurde der Dollar zudem durch schwächer als erwartet
ausgefallene Arbeitsmarktdaten. Die wöchentliche Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche stärker als erwartet
gestiegen. Derweil kamen aus Italien positive Konjunkturdaten: Die
Industrieunternehmen des Landes hatten ihre Produktion im November
deutlich gesteigert - die Markterwartungen wurden klar übertroffen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,83545 (0,83338) britische Pfund, 130,98 (131,19)
japanische Yen und 1,0453 (1,0486) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1817 Dollar
gehandelt. Das waren 9 Dollar weniger als am Vortag.



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